Neue Industriearbeit

Social Manufacturing and Logistics – Ein Leitbild der technologischen, organisatorischen und sozialen Herausforderungen der Industrie 4.0

 

Das interdisziplinäre Forschungsvorhaben, bestehend aus Technik- und Sozialwissenschaftlern der TU Dortmund, stellt die Entwicklungspfade von Industriearbeit unter den Bedingungen der Industrie 4.0 in den Mittelpunkt: Zukünftige Industrie-4.0-Systeme werden charakterisiert durch einen hohen Grad an Automatisierung und den Einsatz komplexer Technologien. In der Vision von Industrie 4.0 kommunizieren Menschen mit Maschinen und Maschinen mit Menschen. Neue Formen der Interaktion zwischen Mensch und cyber-physischen Produktionssystemen (CPPS) werden notwendig. Damit einher geht ein Wandel von Arbeitsbedingungen und Beschäftigungsstrukturen in Industrie und Logistik, der sich auf die Gestaltung von Arbeit in verschiedenen betrieblichen Funktionsbereichen und bei unterschiedlichen Qualifikationsniveaus auswirken kann. Es wird ferner davon ausgegangen, dass die Entwicklung nicht nur unmittelbare Auswirkungen auf die einzelnen Arbeitsprozesse, sondern auf die gesamte Fabrikorganisation haben wird.

Der Titel des Forschungsvorhabens verweist auf den konzeptionellen Ausgangspunkt des Vorhabens: Der Ansatz des sozio-technischen Systems geht davon aus, dass eine Analyse und Gestaltung des Zusammenspiels der neuen Industrie-4.0-Technologien mit den dadurch induzierten personellen und organisatorischen Veränderungen grundsätzlich den Blick auf das Gesamtsystem der Produktion und die hier wirksamen Interdependenzen erfordert. In konzeptioneller Hinsicht wird damit der – vor allem in technisch dominierten Diskursen – häufig übersehene Umstand betont, dass Automation keineswegs nur einzelne Arbeitsplätze, Tätigkeiten und die Qualifikationen einzelner Beschäftigter berührt, vielmehr wird die Interdependenz der Elemente Mensch, Technik und Organisation eines Produktionssystems in den Vordergrund gerückt. In diesem Kontext ist das Ziel von "SoMaLi", die technologischen, organisatorischen und sozialen Voraussetzungen der Implementierung neuer Industrie-4.0-Systeme in den Betrieben und die möglichen Folgewirkungen für die Gestaltung von Industriearbeit zu analysieren und zu einem Leitbild zu verdichten.

Ausgehend von einer Bestandsaufnahme der gegenwärtigen Debatte um Industrie 4.0 und die Entwicklungsperspektiven von Industriearbeit werden Interviews mit Verbandsvertretern/in und Experten/innen aus der Unternehmenspraxis geführt.  

Laufzeit: Beginn Mai 2015

Initiates file downloadDownload des Zwischenberichtes

Initiates file downloadDownload des Abschlussberichtes (Kurzfassung)

 

Förderung

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), Projektträger DLR

Projektkoordination und Ansprechpartner

Forschungsgebiet Industrie- und Arbeitsforschung
Technische Universität Dortmund - WiSo-Fakultät
Prof. Dr. Hartmut Hirsch-Kreinsen
Dr. Peter Ittermann
Jonathan Niehaus
E-Mail: hartmut.hirsch-kreinsen@tu-dortmund.de
E-Mail: peter.ittermann@tu-dortmund.de
E-Mail: jonathan.niehaus@tu-dortmund.de

Lehrstuhl für Förder- und Lagerwesen
Technische Universität Dortmund - Fakultät Maschinenbau
Prof. Dr. Michael ten Hompel
Johannes Dregger
E-Mail: michael.tenHompel@flw.mb.tu-dortmund.de
E-Mail: johannes.dregger@tu-dortmund.de