Neue Industriearbeit

Wandel von Produktionsarbeit - Industrie 4.0

 

Generelles Ziel des Projektvorhabens ist es, einen empirisch fundierten Beitrag zur Debatte um die Entwicklung von Produktionsarbeit im Kontext der Realisierung anpassungsintelligenter Fabriksysteme zu erarbeiten. Ausgegangen wird dabei von der Grundannahme, dass sich mit der Durchsetzung solcher Systeme keineswegs ein einheitliches Muster von Produktionsarbeit verbindet. Vielmehr ist von einer vertieften Segmentation von Produktionsarbeit in Hinblick auf Tätigkeiten und Qualifikationsanforderungen auszugehen. Vor diesem Hintergrund werden die folgenden Teilziele verfolgt:

(1) Erstens geht es um die empirische Analyse und Identifikation typischer Konfigurationen komplexer sozio-technischer Produktionssysteme und die damit verbundenen Formen von Produktionsarbeit auf unterschiedlichen betrieblichen Ebenen. Es soll vor allem die Frage nach den genauen Konstitutionsbedingungen je spezifischer Systemkonfigurationen und den damit verbunden Formen von Produktionsarbeit bearbeitet werden. Dabei muss es auch um die Frage nach den produktionsstrukturellen und betrieblichen Grenzen der Verbreitung der Systeme in ihren unterschiedlichen Konfigurationen gehen.

(2) Zweitens sollen auf der Basis unterscheidbarer und relevanter sozio-technischer Systemkonfigurationen anpassungsintelligenter Produktionssysteme begründete Trendaussagen über alternative Entwicklungspfade von Produktionsarbeit in Hinblick auf Tätigkeitsstrukturen und Qualifikationsentwicklung identifiziert und mögliche zukünftige Qualifikationsbedarfe herausgearbeitet werden.

(3) Drittens geht es um einen konzeptionellen Beitrag zur Analyse von Arbeit und zur arbeitssoziologischen Debatte um die Zukunft von Produktionsarbeit. Dabei wird die Frage nach dem Verhältnis von Technik und Arbeit konzeptionell und empirisch bearbeitet sowie der Frage nachgegangen, welche Formen Produktionsarbeit in Zukunft annehmen wird und welchen Stellenwert ihr im Gefüge gesellschaftlicher Arbeit zukommt.

Förderung

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Projektkoordination und Ansprechpartner

Forschungsgebiet Industrie- und Arbeitsforschung
Technische Universität Dortmund - WiSo-Faukultät
Prof. Dr. Hartmut Hirsch-Kreinsen
Dr. Peter Ittermann
Jonathan Niehaus
E-Mail: hartmut.hirsch-kreinsen@tu-dortmund.de
E-Mail: peter.ittermann@tu-dortmund.de
E-Mail: jonathan.niehaus@tu-dortmund.de